Die Uckermark ist das Land der stillen Reize. Ausgedehnte Wälder und fruchtbares Ackerland prägen diese Landschaft. Darin eingebettet liegen Moore und Hunderte von Seen. Es ist eine verhältnismäßig dünn besiedelte Region. Über die Hälfte der Fläche des Landkreises Uckermark sind Naturparks. Der Naturpark Uckermärkische Seen umfasst eine Fläche von 897 qkm und über 220 Seen.
Am östlichen Rand der Uckermark erstreckt sich der Nationalpark Unteres Odertal, eine der letzten naturnahen Flussmündungslandschaft Mitteleuropas. Im Süden grenzt die Uckermark an die Schorfheide. Diese Naturschutzgebiete sind der Lebensraum zahlreicher, mittlerweile seltener Tier- und Pflanzenarten. Hier findet man Rohrdommeln, Fischadler, Biber, Fischotter, Sumpfknabenkraut und Federgras.
Aber die Uckermark hat dem Besucher auch kulturell einiges zu bieten. Direkt am Unteruckersee liegt im Norden die ehemalige Hansestadt Prenzlau. Hier steht eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Norddeutschland. Noch heute lässt sich bei einem Stadtrundgang der einstige Reichtum dieser Stadt erahnen. Auf einer Schiffsrundfahrt auf den Unteruckersee kann man dann nach dem Rundgang herrlich entspannen. Angermünde, die Stadt am Mündesee, lockt mit einer historischen Altstadt, die den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden hat. Als die Perle der Uckermark gilt Templin, an der Nordgrenze der Schorfheide gelegen. Die Altstadt wird von einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadtmauer umschlossen. Sehenswert sind die drei erhaltenen mittelalterlichen Tortürme. Auf einem Spaziergang (Länge etwa 1,7 km) kann man entlang der Wehranlage die Altstadt bequem umrunden.
Einen Besuch lohnt auch das Tabakmuseum in Vierraden. Die Hugenotten brachten Ende des 17. Jahrhunderts den Tabakanbau in die Gegend von Schwedt. Auf Grund der klimatischen Bedingungen (viele Sonnentage und hohe Luftfeuchtigkeit), sowie der leichten Sandböden gediehen die Tabakpflanzen prächtig. Ende des 18. Jahrhunderts war hier das größte geschlossene Tabakanbaugebiet in Deutschland. Von dieser Zeit zeugen heute noch die ehemaligen Tabaktrockenscheunen.
Eine kulinarische Spezialität der Uckermark ist die Kartoffel, die hier Nudel genannt wird. Alljährlich im Herbst finden die Uckermärker Nudelwochen statt. Im ganzen Land stehen dann in den Gasthäusern bodenständige Kartoffelgerichte in vielen Variationen auf der Speisekarte. Zum Abschluss der deftigen Mahlzeit sollte man unbedingt einen Kartoffelschnaps probieren. Eine weitere Spezialität ist das Fliedermus, eine dunkle Soße, die zu Kochfischgerichten gereicht wird. Hauptbestandteil der Soße sind Holunderfrüchte. Auf Grund des Wasserreichtums der Uckermark gedeihen die Holunderbüsche hier besonders gut.