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last update: 17.05.2012

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Das Ruppiner Seenland - 170 Seen und viel Kultur

Das Ruppiner Seenland - 170 Seen und viel Kultur
Das Ruppiner Seenland im Norden Brandenburgs ist eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaft mit fruchtbaren Feldern und grünen Weiden. Darüber hinaus gibt es aber  auch noch weitgehend natur belassene Wald- und Heideflächen. Reizvoll ist im Herbst ein Ausflug ins Rhinluch, einer Niedermoorlandschaft am Südrand des Ruppiner Seenlandes. In der Nähe des kleinen Ortes Linum sammeln sich in den Abendstunden abertausende von Kranichen auf ihren Schlafplätzen. Die Vögel legen hier für einige Wochen eine Pause auf ihren Flug in den Süden ein. Mit seinen vielen Seen, Kanälen und Flüssen ist das Ruppiner Seenland eine der wasserreichsten Regionen Brandenburgs, ideal geeignet für Entdeckungstouren mit Kanu, Yacht oder Hausboot. Aber auch Radtouristen kommen hier voll auf ihre Kosten. Für Radtouren bietet sich zum Beispiel der Seen- und Kulturradweg (eine Rundstrecke von  etwa 215 km) oder eine Teilstrecke des Radwegs Berlin – Kopenhagen an.  

Neben der vielgestaltigen Landschaft hat diese Region aber noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten zu bieten. Fürstenberg gilt als das Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte. Die Stadt liegt malerisch auf drei Inseln vom Wasser umgeben. Lohnenswert sind von hier Schiffsausflüge zu den Mecklenburgischen Seen oder aber eine Wanderung bzw. Radtour zum Stechlinsee. Er gilt als der tiefste und klarste See im Norden Brandenburgs. Fontane wurde hier zu seinem Roman „Der Stechlin“ angeregt. Etwa 6 km von Fürstenberg entfernt liegt die sehenswerte Klosterruine Himmelpfort, ein ehemaliges Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert. 
Das Ruppiner Seenland - 170 Seen und viel Kultur
Rheinsberg, am südlichen Rand der Mecklenburgischen Seenplatte, hat kulturell einiges zu bieten. Direkt am Rheinsberger See liegt das berühmte Barock-Wasserschloss Rheinsberg mit seinem großen Schlosspark.  Theodor Fontane & Kurt Tucholsky haben Rheinsberg in ihren Werken ein literarisches Denkmal gesetzt. Im Schloss befindet sich heute auch die Kurt Tucholsky Gedenkstätte mit einer Ausstellung zu seinem Leben und Werk. Seit 1991 findet jeden Sommer im Park und im wieder aufgebauten Schlosstheater ein Internationales Opernfestival  statt. Herausragende junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt treten dann hier auf. 

Neuruppin ist die Geburtsstadt von Karl Friedrich Schinkel und Theodor Fontane. Die Stadt, direkt am Ruppiner See gelegen, lockt unter anderem mit einer frühklassizistischen Altstadt, die unter Denkmalschutz steht. Von Neuruppin aus verkehren auch Fahrgastschiffe in die nördlich gelegene Ruppiner Schweiz, mit ihren Seen, Mischwäldern und Schluchten. Die Ruppiner Schweiz ist Teil des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. 
Das Ruppiner Seenland - 170 Seen und viel Kultur
Ein weiteres kulturelles Highlight im Ruppiner Land ist der Theatersommer im kleinen Ort Netzeband, der etwa 18 km von Neuruppin entfernt ist. Seit 1996 findet diese Veranstaltung jeweils im Juli & August statt. Unterhalb der klassizistischen Temnitzkirche werden auf einer Naturbühne im ehemaligen Gutspark Theaterstücke aufgeführt. Die Open Air Vorstellungen finden jeweils an den Wochenenden statt. Das ganze Jahr über gibt es zudem zahlreiche Veranstaltungen in der Anfang der 90er Jahre restaurierten Temnitzkirche. 
Bei Zehdenick wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts reiche Tonvorkommen entdeckt. Die Region war zeitweise eines der größten Ziegeleireviere in Europa. Die fertigen Ziegel wurden dann auf der Havel in das  damals schnell wachsende Berlin verschifft. 1990 wurde das letzte Ziegeleiwerk geschlossen. Heute findet man hier eine grüne Landschaft (die so genannte Tonstichlandschaft) mit über 50 Seen, die aus den Tontagebauen entstanden sind. Der Ziegeleipark Mildenberg zeigt anschaulich die Geschichte und die Produktionsweise der Ziegelindustrie in dieser Gegend.

Unterwegs im Ruppiner Seenland:


Sehenswertes:
Fürstenberg/Havel (Brandenburgisches Forstmuseum) - Klosterruine Himmelpfort - Rheinsberg - Neuruppin - Wustrau (Brandenburg-Preußen-Museum) - Lindow (Klosterruine) - Schloss Meseberg  (Gästehaus der Bundesregierung) - Gransee (historisches Ortsbild) - Zehdenick (Klosteranlage aus dem 13. Jh.) - Oranienburg (Schloss und Park)

Gedenkstätten:
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (bei Fürstenberg)
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (bei Oranienburg)

Sportliche Aktivitäten im Ruppiner Seenland:
Kanu - Hausboot - Radfahren - Laufpark StechlinGolf Fallschirmspringen

Wellness und Gesundheit:
Fontane-Therme in Neuruppin
Barfußpfad Dannenwalde

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