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last update: 17.05.2012

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Die Niederlausitz - eine Landschaft im Wandel

Die Niederlausitz - eine Landschaft im Wandel
Die Niederlausitz gilt als spröde Landschaft, die sich dem Besucher nicht auf den ersten Blick erschließt. Das Land wird geprägt von Kiefernforsten, sandigen Heidelandschaften und zahlreichen Badegewässern, viele davon entstanden aus den rekultivierten Braunkohlegruben. 150 Jahre Braunkohleabbau haben in der Landschaft zudem ihre Spuren hinterlassen mit Industriemonumenten und riesigen Tagebauflächen. Die Niederlausitz ist heute die größte Landschaftsbaustelle in Europa, eine Landschaft im Wandel, in der es einiges zu entdecken gibt. Aber es gibt hier nicht nur Tagebauflächen zu sehen, sondern auch Naturparks, Meisterwerke der Gartenkunst, ursprüngliche Dörfer und kleine Städte mit historischen  Stadtkernen. Eine Reise in die Niederlausitz, die sonnenreichste Region Brandenburgs, lohnt sich also durchaus. 

Forst, im Osten der Niederlausitz, war einmal das Zentrum der deutschen Tuchindustrie. An die glanzvolle Industrievergangenheit erinnern heute nur noch die zahlreichen Fabrikgebäude aus Backstein mit ihren Schloten und die stattlichen Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Im Brandenburger Textilmuseum kann man sich über die Geschichte der Tuchherstellung und der Stadt informieren. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Tuchfabrik. Das Highlight von Forst ist aber der Ostdeutsche Rosengarten. 1913  wurde der Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Auf einer Fläche von 15 Hektar mit altem Baumbestand und weitläufigen Rasenflächen präsentieren sich heute dem Besucher ca. 700 verschiedene Rosensorten.
Die Niederlausitz - eine Landschaft im Wandel
Cottbus oder auch Chosebuz mit seinen zweisprachigen Straßenschildern ist die Metropole der Niederlausitzer Sorben. Sehenswert sind der Altmarkt mit seinen barocken 
Bürgerhäusern und das Staatstheater, ein Kleinod des Jugendstils aus dem Jahr 1908. Im Südosten der Stadt liegt der Branitzer Park, ein wahres Juwel der Gartenkunst. Der beeindruckende Landschaftspark wurde vom Fürst von Pückler-Muskau in den Jahren 1846-1871 angelegt und steht heute unter Denkmalschutz. Der Fürst verwirklichte hier seine zum Teil recht exzentrischen Gestaltungsideen. So ließ er zum Beispiel zwei Erdpyramiden anlegen, eine davon wurde als seine Grabstätte konzipiert. Im Zentrum der Parkanlage liegt das spätbarocke Schloss Branitz mit dem Fürst-Pückler-Museum.

Nicht ganz so bekannt, aber auch sehr sehenswert ist der Landschaftsgarten von Schloss Altdöbern. Der etwa 60 Hektar große Park wurde ursprünglich im Stil des Rokoko angelegt. Im 19. Jahrhundert wurden jedoch weite Teile im Stil eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet, was dem damaligen Zeitgeschmack mehr entsprach. Nur der Französische Garten rechts vom Schloss blieb im Stil des Rokoko erhalten. 
Die Niederlausitz - eine Landschaft im Wandel
Ein weiteres Meisterwerk der romantischen Gartenbaukunst ist der Schlosspark Fürstlich Drehna, mit seinen kleinen Brücken und zahlreichen Wasserläufen. Er wurde Anfang des 19. Jahrhundert von Lenne mitgestaltet. Der kleine Ort Fürstlich Drehna liegt zwischen Luckau und Calau. Der sehenswerte Ortskern wurde mittlerweile umfangreich restauriert. Im  ehemaligen Gärtnereihaus am Marktplatz befindet sich das Besucherzentrum des Naturparks Niederlausitzer Landrücken.

Finsterwalde wurde weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt durch das Lied „Die Sänger von Finsterwalde“. Alle zwei Jahre findet hier immer Ende August das Sängerfest statt. Das 2-tägige Fest bietet eine bunte Mischung verschiedener Musikrichtungen.

Unterwegs in der Niederlausitz: 

Sehenswertes:
Forst - Cottbus - Senftenberg (Lausitzring) - Altdöbern (Schloss und Park) - Finsterwalde - Doberlug-Kirchhain (historischer Stadtkern - Kloster Doberlug - Weissgerbermuseum) - Luckau (schöner Marktplatz mit Barockhäusern - Niederlausitzmuseum

Sportliche Aktivitäten in der Niederlausitz:
Radfahren - Wassersport 

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