
Die Niederlausitz gilt als spröde Landschaft, die sich dem Besucher nicht auf den ersten Blick erschließt. Das Land wird geprägt von Kiefernforsten, sandigen Heidelandschaften und zahlreichen Badegewässern, viele davon entstanden aus den rekultivierten Braunkohlegruben. 150 Jahre Braunkohleabbau haben in der Landschaft zudem ihre Spuren hinterlassen mit Industriemonumenten und riesigen Tagebauflächen. Die Niederlausitz ist heute die größte Landschaftsbaustelle in Europa, eine Landschaft im Wandel, in der es einiges zu entdecken gibt. Aber es gibt hier nicht nur Tagebauflächen zu sehen, sondern auch Naturparks, Meisterwerke der Gartenkunst, ursprüngliche Dörfer und kleine Städte mit historischen Stadtkernen. Eine Reise in die Niederlausitz, die sonnenreichste Region Brandenburgs, lohnt sich also durchaus.
Forst, im Osten der Niederlausitz, war einmal das Zentrum der deutschen Tuchindustrie. An die glanzvolle Industrievergangenheit erinnern heute nur noch die zahlreichen Fabrikgebäude aus Backstein mit ihren Schloten und die stattlichen Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Im
Brandenburger Textilmuseum kann man sich über die Geschichte der Tuchherstellung und der Stadt informieren. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Tuchfabrik. Das Highlight von Forst ist aber der
Ostdeutsche Rosengarten. 1913 wurde der Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Auf einer Fläche von 15 Hektar mit altem Baumbestand und weitläufigen Rasenflächen präsentieren sich heute dem Besucher ca. 700 verschiedene Rosensorten.