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last update: 17.05.2012

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Der Spreewald - idyllische Aue- und Kulturlandschaft

Der Spreewald - idyllische Aue- und Kulturlandschaft
Der Spreewald liegt etwa 100 km südöstlich von Berlin. Das Gebiet ist eine Mischung aus Kulturlandschaft mit kleinen Wiesen und Äckern und zum Teil urwaldartigem Waldbestand. Das ganze wird von der Spree und ihren etwa 300 Fließen durchzogen. Ein Teil dieser Wasserläufe sind künstlich angelegte Kanäle. Vieh- und Heutransporte erfolgen heute noch in der Regel auf dem Wasserweg in den typischen flachen Spreewaldkähnen. Die noch weitgehend naturnahe Auelandschaft ist der Lebensraum zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. Hier finden Kraniche, Weißstörche und Fischotter nahezu ideale Lebensbedingungen. Um diese einzigartige Landschaft zu bewahren, wurde der Spreewald 1990 zum  Biosphärenreservat erklärt (seit 1991 hat es UNESCO-Status). Der Spreewald ist eine der bedeutendsten und beliebtesten Reiseregionen Brandenburgs. In der Saison (von Anfang April bis Ende Oktober) zieht der Spreewald wahre  Touristenströme an. Etliche davon sind Tagestouristen, die eine Fahrt mit den traditionellen Spreewaldkähnen machen. Aber auch der Wanderer oder Radtourist kommt auf seine Kosten. Häufig verlaufen entlang der Fließe gut ausgebaute Wander- und Radwege. Wer es ruhiger mag, und den ursprünglichen Spreewald in seiner stillen Schönheit erleben möchte, sollte im Vorfrühling oder Spätherbst kommen. Dann kann man den eigentümlichen Reiz dieser idyllischen Landschaft ungestört auf sich wirken lassen. 

Schlepzig ist das Zentrum des ruhigeren Unterspreewaldes. Der kleine, beschauliche Ort wird von der Spree und einigen Fließen durchzogen. Sehenswert ist auch die alte Fachwerk-Dorfkirche von 1782, mit dem im bäuerlichen Barockstil ausgestatteten Innenraum. Außerdem sollte man der alten Getreidemühle (erbaut 1740) einen Besuch abstatten. Sie kann an den Wochenenden kostenlos besichtigt werden. In der Mühle befindet sich das Informationszentrum des Biosphärenreservats Spreewald. Hier bekommt man nützliche Tipps, Faltblätter, Karten und Tourenvorschläge für einen Spreewaldbesuch. Nach der Ortsbesichtigung sollte man auf keinen Fall versäumen in der gemütlichen örtlichen Brauerei einzukehren.
Der Spreewald - idyllische Aue- und Kulturlandschaft
Lübben liegt schon an der Grenze zum bekannteren und größeren Oberspreewald. Hier herrscht schon deutlich mehr Geschäftigkeit. Vom Hafen starten die Kahntouren in den Unterspreewald. Wassersportbegeisterte können hier auch ein Paddelboot für Entdeckungstouren mieten. Wer den Spreewald lieber vom Land aus erkunden will, kann von Lübben aus den Radweg nach  Schlepzig nehmen. 

Lübbenau und Burg sind die touristischen Hochburgen im Oberspreewald. Von beiden Orten starten in der Saison täglich die berühmten Spreewaldkahnfahrten.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch im Freilandmuseum Lehde. Es ist das älteste Freilandmuseum in Brandenburg. In den drei originalgetreu wieder aufgebauten  Hofanlagen aus den verschiedenen Spreewaldregionen wird sehr anschaulich die Lebensweise der sorbischen und deutschen Spreewälder von vor über 100 Jahren dargestellt. Der reizvolle Ort Lehde selbst besteht aus nur 56 Gehöften, die auf kleinen Inseln liegen. Er strahlt immer noch den ursprünglichen Zauber aus, den schon Fontane beschrieb. Am besten erreicht man Lehde von Lübbenau aus zu Fuß (etwa 30 Minuten) oder per Kahn. Da es vor Ort keine Parkplätze gibt, muss man das Auto in Lübbenau stehen lassen. Allerdings sind die meisten Gasthäuser in Lehde nur während der Saison von April bis Ende Oktober geöffnet. 

Sorbenstämme waren im 6. Jahrhundert die ersten Siedler im Spreewald. Sie machten das bis dahin unwegsame Gebiet urbar und prägten die Kulturlandschaft entscheidend. Angehörige der sorbischen Minderheit leben hier heute noch. Sie sprechen eine eigene Sprache (Sorbisch), die dem Polnischen und Tschechischen ähnlich ist. Überall sieht man hier zweisprachige, deutsch-sorbische Ortsschilder und Wegweiser. In Raddusch kann man an historischer Stelle eine originalgetreu errichtete Slawenburg aus dem 9. Jahrhundert besichtigen. 

Eine Spezialität des Spreewalds sind die berühmten Spreewald Gurken, die überall an kleinen Verkaufsständen angeboten werden. Die sauer eingelegten Gurken wurden früher, vor dem Bau der Eisenbahnlinie, von den Spreewaldbauern per Kahn sogar bis nach Berlin gebracht. Ein zeitaufwändige Angelegenheit, die mehrere Tage in Anspruch nahm. Eine weitere Spezialität ist das Leinöl. Es wird traditionell zu Kartoffeln mit Quark gereicht. In Straupitz gibt es die letzte produzierende Holländerwindmühle. Das technische Denkmal gehört zum europäischen Kulturerbe und kann besichtigt werden. Im Museumsshop kann man anschließend das in der Mühle produzierte Leinöl kaufen.

Unterwegs im Spreewald:

Sehenswertes:
Schlepzig - Lübben (Schloss mit Wappensaal) - Lübbenau (Spreewaldmuseum) - Lehde - Burg - Raddusch (Slawenburg) - Vetschau  

Sportliche Aktivitäten im Spreewald:
Radtouren - Wandern - Touren mit dem Paddelboot 

Wellness:
Spreewaldtherme

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